November 09, 2009

Albert Park

Sollte sich jemand von euch schon mal einen Melbourner Stadtplan angesehen haben, so ist euch sicher eine Sache aufgefallen - ein riesiger blauer Fleck mitten in der City.
Dieser blaue Fleck, oder auch See genannt, ist Teil des Albert Parks, dem ich letzte Woche einen Besuch abgestattet habe.
Mal abgesehen von der schwarzen Schwanenarmee, deren Attacke ich nur um Haaresbreite entkommen bin, ist dieses Fleckchen Erde wohl der idyllischste Platz, den ich seit langem gesehen habe.
Azurblaues Wasser, Palmen und ein Haufen lustiger Vögel - und das beste - im Hintergrund kann man den Anblick der Melbourner Skyline geniessen. Aussi-gerecht ist der Park natürlich mit jeder Menge BBQs ausgestattet ;)
Have a look.



















November 04, 2009

Trick or what?

Halloween - Halo - Ween.

2-Euro-Saufen und Happy Hour - das ist, wofür Halloween in Österreich mehr oder minder bekannt ist - so richtig etabliert hat sich der irische Brauch ja bei uns noch immer nicht.
Mal abgesehen davon, dass sich die Hälfte der weiblichen Bevölkerung die Gelegenheit, einen Tag die "sexy Krankenschwester" oder das "französische Zimmermädchen" zu sein, am 31. Oktoboer nicht nehmen lässt.

Zu meiner Überraschung ist der 31. Oktober in Australien trotz Amerikanisierung ähnlich unbedeutend, wie daheim. Im Großen und Ganzen ein etwas langweiliger, weil alles andere als ungezwungener Abend, halbherzige Verkleidungen und im Grund doch nur eine weitere Gelegenheit, um sich zu besaufen, ohne sich nächsten Tag für den Totalabsturz rechtfertigen zu müssen.

Trotz der eher mäßigen Popularität konnte man so manche Verrücktheit mitverfolgen: Schulmädchenkleider-tragende, erwachsene Männer, die an Häusern und Pubs klopfen und ein "Trick or Treat" androhen, um dann, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden (was meist durch ein eindeutiges "Fuck off" symbolisiert wurde, ihre Kleider zu lüften. Australischer Humor, oder so. Hallo-Weener. Naja.


Home-Brand

Natürlich wurde auch in unseremHaus schon am späten Nachmittag fleißig an Verkleidungen gebastelt. Sexy witch, sexy native american, sexy miss halloween, sexy dice, sexy irgendwas und cross-gender Gaga. Allesamt sehr innovative Kostüme...ähem.













Den Hut darf man jedoch vor meinen Lieblingsspaniern Rafa und Rodrigo ziehen - soviel Fleiß und Geld in ein Kostüm zu stecken, dass nicht nur unbequem und schmerzhaft während des Tragens ist, sondern es auch noch konsequent bis 4 Uhr morgens anzubehalten, verdient Applaus. Da kann man auch davon absehen, dass wir die meisten Clubs nur von aussen gesehen haben. Reinkommen - unmöglich mit diesen Dingern auf den Schultern.





















Den Abend auf diesem Wege noch ausführlicher zu beschreiben, empfinde ich als nicht empfehlenswert. Nur soviel, Pre-Party im eigenen Haus, danach weiter zur Main-Party im Inkerman (inklusive Haus-Dj, der nebenbei ein original "Seeed"-Lied im Repertoire hatte - habe fleißig mitgegröhlt, versteht sich. haha). Party im Inkerman - selbsterklärend, wenn man dieses Blog von Anfang an verfolgt hat.
Und da ja bekanntlich Bilder mehr als tausend Worte sprechen, kommt jetzt eine geballte Ladung visueller Eindrücke:



















November 01, 2009

YO GABBA GABBA

Wie ihr wisst, bin ich seit 2 Tagen endlich arbeitslos. Arbeitslos und glücklich. Das Leben beginnt. Trotzdem gibt es einiges an Erfahrung, die ich in diesem Job sammeln durfte.

Die Erwähnenswerteste ist wohl, dass ich lernen durfte, dass es viel zu viele gelangweilte Menschen gibt, die unnötige und völlig überflüssige Bücher schreiben.

Das fängt bei Ratgebern fürs Glücklich-Sein an, erstreckt sich über schlechte Krimis und erotische Literatur für frustrierte Hausfrauen und endet bei den mir verhassten, unautorisierten Biografien. Beinahe übergeben musste ich mich, als ich die literarisch überaus essentielle "Spice-Girl"-Biografie durchgeblättert habe und auf ein Kapitel stoßen musste, dass den Titel "Queens of the Spice Age" trug. Kann man die bitte mal verklagen? Grausig...

Ein absolutes Highlight für mich war übrigens folgendes Buch. Nicht, das ich es gelesen hätte, aber Titel und Name des Autors haben bei mir instantly einen Lachanfall verursacht - und tun es übrigens noch immer. :D
Ich weiß, irgendwie primitiv. Haha. Whatever.

















Die Kategorie, die an Absurdität und Lächerlichkeit jedoch unübertroffen ist, ist die Kinder- und Teenager-Literatur. Für mich ist es noch immer unverständlich, wie wenig Talent man haben muss, um auf die Bestsellerlisten zu kommen.
Einer meiner persönlichen Lieblingstitel ist folgender:









Aus oben genanntem Grund habe ich nun auch meinen derzeitigen Berufwunsch nochmal überdacht. Wozu sich jahrelang nach oben arbeiten und anderen in den Arsch kriechen, wenn man auch mit einem primitiven Kinderbuch erfolgreich werden kann? :)
Und gerade jetzt, wo ich gedacht habe, schädliche Sendungen à la Tinki-Winki wären die dunkle Geschichte der Jahrtausendwende, stoße ich auf eine Buchserie für Kinder (basierend auf einer TV-Serie), die mir die Kinnlade auf den Boden fallen lassen.
Seht selbst:






















Gabba Gabba????
Are you kidding me?
Gabba Gabba, das asoziiert man mit Beatpatrol, Dreadlocks und chemischen Drogen, aber sicher nicht mit unschuldigen Kindern. Was für ein Pflichtbewusstsein muss man als Mutter oder Vater haben, wenn man seinen kleinen Kindern solche Sendungen ansehen, bzw. solche Bücher lesen lässt?
Nicht nur das, stellt euch mal vor, wie diese Generation dann mit 18, 19 Jahren wüten muss? Drogentot unausgeschlossen!

Wie auch immer, wir haben dieses Format als Inspiration genutzt und unseren langweiligen Nachmittag ge-gabba-staltet. Und nein, hier waren weder Alkohol noch sonstige schädliche Substanzen im Spiel - naturdeppert nennt man das bei uns.