March 20, 2010

Equinox. Na, nur Nimbin.

Da wir Coffs Harbour, unseren letzten Stopp, als das bis dato Highlight empfunden haben, war's gar nicht so leicht, von Byron Bay, dem anscheinend "sexiest beach Australia's", begeistert zu sein. Da ein sexy Strand aber nach sexy Leuten verlangt, fanden wir, dass es doch ganz gut passt. :)
Das kleine Städtchen überzeugt durch einen wahnsinnig leichten, unangestrengten alternativen Charme.
Wir 3 Touristen begangen leider den großen Fehler, nicht im besten Hostel Byron's, der Art Factory (have a look online: artsfactory.com.au ) zu übernachten, sondern im seelenlosen, kalten, unfreundlichen YHA. Naja...

Soweit ich mich erinnern kann, verbrachten wir den Großteil unseres Aufenthaltes am Strand, in der Stadt bzw. in einem ganz besonderen Souvenirgeschäft (Zitat: "Ma i was ned wos i in Clemens mitnehma soi. Wos sogstn du? Gfoid da des? Findsd des bled? :) ) und in den Hängematten auf der Hostelterrasse.
Die Zeit vertrieben wir uns mit essen, schlafen, rauchen und als absoluten Höhepunkt den Ratefuchs von vorne bis hinten in harmonischer ( ;) ) Teamarbeit durchzurätseln.


Absolut erwähnenswert ist jedoch unsere Wiedereinführung des berühmt, berüchtigten Neußerlinger Volksschul-Hinterhof-Betonboden-Spiels "Tempelhüpfen". Fein säuberlich wurde der Raster von uns in den Sand gezeichnet, Bloom ging sogar auf Steinsuche (für jeden einen eigenen!!) und auf gings mit der Nachmittagsaktivität, die uns in Kindertagen so viel Freude bereitet hat.
Whippieeee!!!















An dieser Stelle möchte ich auch ganz herzlich Herrn Markus Schmidinger danken, denn ohne seine Empfehlung hätten wir das kleine Örtchen "Nimbin" nicht auf unserer Reise-Setlist gehabt.
Ein kleines "Nimbin"-Briefing, für alle, die nicht wissen, worum es sich bei diesem magischen Ort handelt.
Nimbin ist ein 350 Frau/Mann starkes Örtchen, dass mehr oder weniger von Hügeln und Bergen umzingelt ist, einige davon ehemals vulkanisch.
Aufgrund dieser vulkanischen Aktivität, hat sich der Boden als sehr sehr fruchtbar herausgestellt.
Nimbin ist aber kein Farmort, nein, in Nimbin setzt man (buchstäblich) auf Cannabis
Im Jahre 1973 hat sich nämlich das berühmte "Aquarius Festival" in Nimbin zugetragen, bei dem vor allem Studenten und Verfechter und Vertreter alternativer Lifestiles zusammenfanden. Einige von ihnen beschlossen, Kommunen zu bilden und aktiv ihre Wertvorstellungen und Lebensideale zu verfolgen und zu zelebrieren. Weed ist ein substanzieller Bestandteil davon.
Und obwohl im Rest New South Wales' der Besitz, Anbau und Verkauf von Cannabis illegal ist, so gibt es in Nimbin etwas, dass man gar nicht mehr als Toleranz, sondern eher Ignoranz bezeichnen kann.
Auf offener Straße werden sowohl Cannabis, Cookies, als auch Mushrooms verkauft bzw. konsumiert. Wie gut, dass die Konsumenten und Dealer so abschreckende Beispiele darstellen...


Um überhaupt in die Stadt zu kommen, buchten wir die "Grasshopper Nimbin Tour". Allein der Flyer überzeugte uns - "kick ass beats" hieß es darauf und wir, enthusiastisch wie wir sind, stellten uns auf Dubbiges, Beatiges, Bassiges ein. Nanan, nix da. OASIS - Wonderwall dröhnte aus den knarrenden, alten Lautsprechern. Ein geschockter Blick in 2 Augenpaare und lautes Gelächter später, hatten wir uns aber bereits auf den Kitsch eingestell

video

t. Have a look and listen to some kick ass beats:
Es folgen ein paar Impressionen des berühmten Örtchens (Oh, wenn es zur Arbeitslosigkeit kommt, ist Nimbin übrigens mit einem Fünftel ohne Job Spitzenreiter. Überraschung!)













Ein erstrebenswerter Lebensstil sieht zwar anders aus, eine Erfahrung war der Besuch dieser Stadt auf jeden Fall. Sehr lehrreich für mich war auch die Beobachtung diverser Lebewesen, die aufgrund ihres offensichtlich exzessiven Mushroom-Konsum sowohl in Artikulation, als auch Bewegung mehr als beeinträchtigt waren. Keep your hands off drugs, kids!

Nach dem Stadtbesuch machte der Kick-Ass Partybus noch einen Abstecher in den Regenwald. Und da ein Sprung vom/in/auf einen Wasserfall sowieso noch auf meiner Travel - To-do-list stand, kam mir der Zwischenstopp ganz gelegen. Außerdem durften wir unsere erste und einzige Baumschlange in der Wildnis bewundern. Super super super gut.









Bevor wir das nächste und letzte Reiseziel unseres gemeinsamen, zweiwöchigen Exzesses anvisieren konnten, ließen wir uns einen abendlichen Besuch des "Cheeky Monkeys" nicht nehmen. Geworben wird für die Bar mit Coyote Ugly Girls auf den Flyern. Die gabs zwar nicht, dafür die Billigversion "betrunkene, notgeile Backpacker tanzen auf Tischen". Spass und Gaudi.













Unsere Rucksäckchen wieder zugeschnürt gings nächsten Tag weiter nach Brisbane. Mehr Spass und Gaudi und warum Simi und ich dringend Nachhilfe im "Beer-Pong" brauchen, gibts im nächsten Post.