March 14, 2010

Opernhaus, oh Opernhaus

SYDNEY!!!!


Mit Bloom und Simi im Handgepäck ging es nach unserem aufregenden Aufenthalt in Melbourne weiter in die Hauptstadt Australiens. Haha, Gotcha, stimmt natürlich nicht. Jeder, der nicht weiß, dass Sydney NICHT Australiens Hauptstadt ist, macht jetzt 20 Liegestütze. Und für jeden, der nicht weiß, was Australiens Hauptstadt sonst sein soll (es ist nicht Brisbane), gibts nochmal 20 drauf.



Im überteuerten, überbewerteten Sydney angekommen, verbrachten wir die ersten paar Stunden erstmal in Embryonalstellung eingekringelt im TV-Raum unserer Unterkunft. Unser müdes, von der Klimaanlage schockgefrostetes Fleisch wieder in Bewegung, schafften wir es nach dem Beziehen unserer Betten und einer dringend nötigen Dusche doch noch vor die Hosteltüren.





AUSTRALIA DAY!!!!


Der 26. Jänner ist Australiens Nationalfeiertag und man kann sich vorstellen, dass es sich keine Sheila und kein Bloke nehmen lässt, gehörig auf das Heimatland anzustoßen. Was man bei uns erst nach der Messe darf, fängt down under schon in den frühen Morgenstunden an. Und so hat es sich auch zugetragen, dass Simi, Bloom und ich am Nachmittag bereits den einen oder anderen Trunkenbold sichten konnten. Darling Harbour, eins der schönsten Fleckchen Sydneys, wurde von einem Meer aus bemalten Australiern belagert.



Um den Menschenmassen, aber vor allem der Hitze zu entfliehen, machten wir uns schnurstracks auf in die Sydney Wildlife World, in der wir die giftigsten, schönsten und wunderlichsten Australischen Tiere bewundern durften.
Absolut faszinierend stellten sich die, mit einer außerordentlichen Vielfalt von Talent gesegneten, männlichen Känguruhs heraus. Wir konnten nicht anders, als den Pfleger zu fragen, ob diese Wesen tatsächlich ihre Hoden einziehen können, oder ob wir an Halluzinationen leiden. Sichtlich beschämt bestätigte uns der junge Bursch letzteres. Naja...

Aufgrund unserer eher durchschnittlichen Intelligenz konnten wir teilweise nicht einmal unterscheiden, ob das Tier, das wir gerade bestaunen wirklich lebendig ist. So geschehen bei den "hatchlings", den schlüpfenden Krokodilen. Mindestens 20 Minuten müssen wir, die Kameras auf Hochbetrieb und den Mund weit offen, vor dem Glaskasten gestanden haben, bevor wir gemerkt haben, dass das alles eigentlich gar nicht echt ist. :)Belustigt durch unsere eigene Dummheit gings danach auf die Fähre, um alle "Muss-man-gesehen-haben"-Attraktionen Sydneys abgedeckt zu haben. Weil man auf der Fähre aber nicht rauchen kann, war vor allem Herr Steirl sehr froh, als die Fahrt wieder vorbei war. Harbour Bridge - Hakerl mochn, Opera house - Hackerl mochn




















Der nächste Tag wurde von Simones Braveheart dominiert: Sky dive im schönen Örtchen Wollongong, südlich von Sydney. Sehr zum Bedauern von Bloom und mir war Simis Tandem-Master zwar nicht James Lässig, einer der Springer, der sehr sympathisch auf uns gewirkt hat, dafür aber ein Monster von einem tätowierten, alten Mann. Wir sind noch immer stolz, du hoate Sau! :D















Wie vielleicht aus der ersten Zeile dieses Posts herauszulesen ist, war Sydney nicht wirklich unsere Stadt. Deshalb gings am Abend mit dem Zug weiter nach Newcastle. Da es aber in Newcastle nicht wirklich viel zu sehen und zu tun gibt, machten wir uns schnell wieder auf den Weg gen Norden.



Das Einzige, was an dieser Stelle erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass Bloom, der in Melbourne eine "To-do-list" für seinen Aufenthalt aufgestellt hat, eine weitere Aufgabe erfolgreich erfüllen konnte. Kakerlake töten.(Weitere Inhalte dieser Liste: Känguruh sehen, Angus-Beef-Burger bei McDonalds essen, Goon trinken)

















Weiters gehört auch der Grant in Simones Gemüt an dieser Stelle hervorgehoben. Nach einem langen Tag voll Warterei auf den Nachtbus Richtung Coffs Harbour ist ihr der auch voll vergönnt.











In Coffs Harbour angekommen, verbrachten wir eine aufregende Nacht in der Bushaltestelle. Den Schlafsack ausgerollt, die Wertsachen in die Unterhosen gesteckt und ein paar Sandler-Schmähs später, fielen uns auch schon unsere müden Äuglein zu. Überraschend ausgeruht fanden wir uns am nächsten Morgen in dem schönsten Hostel unserer gemeinsamen Reise, dem YHA Coffs Harbour, wieder.












Die Nacht auf hartem Beton forderte letztendlich ihren Tribut und so schafften wir es den ganzen Tag nicht
mehr wirklich aus den 4 durchaus einladenden Wände.





Der Dorrigo National Park, bekannt für die beinahe größte Vielfalt an dort ansässigen Vogelarten und atemberaubenden Wasserfällen, ist zu unserem Glück nur einen Katzensprung von Coffs entfernt. Das Mietauto voll beladen (zwei Damen im besten Alter begleiteten uns auf unseren Ausflug), machten wir uns auf den Weg.












Vor allem für Bloom war der Dorrigo Regenwald ein besonderes Erlebnis, verwehrten wir ihm doch bei unserem Great Ocean Road Trip einen Zwischenstopp bei "einem großen Baum". ("I wü owa den bam segn" - "Bloom, wir kuman nu in Regenwald, wir segn nu genug bam" - "Owa i wü DEN segn")



Aber auch Simi konnte sich vor Staunen nicht mehr halten, wie diverses Videomaterial beweist:

video

Den folgenden Tag verbrachten wir relaxed am Strand. Bloom, der diesen Nachmittag das erste Mal in Meerwasser badete, war restlos überfordert mit der Tatsache, dass das Wasser TATSÄCHLICH salzig ist und musste diese Info mehrmals mit uns teilen. Simi und ich mussten, völlig überwältigt und erschlagen von der Bloom'schen Informationsflut, unseren von Natur aus enormen Bewegungsdrang für den Moment einschränken und ließen uns faul in der australischen Sonne braten. Melanom ahoi!


Erst, nachdem einfach etwas zu lange eine zu verdächtige Stille herrschte, als uns das ungute Gefühl packte, dass Herr Bloom entweder abgesoffen oder vom Hai gefressen wurde, kamen unsere Organismen wieder in Schwung und wir machten uns auf die Suche.Zu unserer großen Erleichterung planschte Bloom unverletzt und mit breitem Grinsen im Süd-Pazifik.

Eine Sache hatten wir an diesem schönen Tag noch hinter uns zu bringen. Eine der Attraktionen Coffs' ist nämlich die Jetty, ein riesiger Pier, von dem man einmal gesprungen sein MUSS! Eingeschüchtert von den ca. 8 Metern, die uns von der harten (und SALZIGEN!!!) Meeresoberfläche trennten, gaben wir beinahe klein bei. Hinzu kam noch, dass sich ein ausgewachsener Delfin (Simi: "Maa, do is a Hai. Na i spring do SICHA ned owi") an den Strand verirrt hatte.
Hostel-Franzose Charles, der vor allem Simone beeindrucken wollte, motivierte letztendlich Bloom ("Von am Franzos loss i ma nix zagn"), den Sprung als Erster zu wagen.
Simi und ich folgten und wie sich herausstellte, hatte der Sprung, fatale Folgen für mein Steißbein. Meine Sitzpositionen an diesem Abend dienten hauptsächlich Simis und Blooms Unterhaltung. Ha-Ha-Ha. Ich würds sofort nochmal machen!






Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen wir am nächsten Morgen (Wecker: 4:30!!) das wunderschöne Coffs Harbour. Es ging weiter in die Surf-Hochburg Byron Bay und Weed-Hochburg Nimbin. Aber das ist eine andere Geschichte...